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Nordische Botschaften

Geschichte

1912 wurden die finnische und die schwedische Botschaft auf dem Grundstück der heutigen Nordischen Botschaften gebaut. Diese Gebäude wurden im 2. Weltkrieg zerstört. 50 Jahre lang lag das Grundstück mehr oder weniger brach.

Es war ein langgehegter Wunsch der nordischen Länder, sich gemeinsam im Ausland zu präsentieren. 1995 schlug der damalige norwegische Außenminister Thorvald Stoltenberg auf einem Treffen in Reykjavík vor, diese Idee in der neuen deutschen Hauptstadt Berlin in die Tat umzusetzen. Zwei Architektenwettbewerbe wurden daraufhin ausgeschrieben: einer für das Gesamtkonzept und einer für jedes Botschaftsgebäude. 223 Architekten aus den EU-Ländern, einschließl. Norwegen und Island, haben ihre Entwürfe für den Gesamtkomplex eingereicht. Das finnisch-österreichische Architektenpaar Alfred Berger und Tiina Parkinnen gewann den Wettbewerb. Von ihnen stammt die Lösung mit dem Kupferband, der Platz zwischen den Botschaften und das Gemeinschaftshaus.

Anschließend wurden die nationalen Architektenwettbewerbe ausgeschrieben.

Im Mai 1997 erfolgte der erste Spatenstich. Der Spaten hatte fünf Griffe, einen für jeden Botschafter.

Am 20. Oktober 1999 wurden die Botschaften der nordischen Länder in Anwesenheit des deutschen Bundespräsidenten, der dänischen Königin, des norwegischen und schwedischen Königs und der Präsidenten von Finnland und Island offiziell eingeweiht.

Konzeption

Die Architektur der Nordischen Botschaften steht für die historische, kulturelle und wirtschaftliche Verbundenheit der nordischen Länder, aber auch für ihre Individualität.

Von außen sind die Nordischen Botschaften durch ein grünes Kupferband verhüllt und verbunden. Im Inneren finden sich fünf einzelne, geographisch angeordnete Gebäude, die jeweils durch Wasserbecken getrennt sind; auf diese Weise sollen die Wasserwege zwischen den einzelnen Ländern symbolisiert werden.  Die unterschiedlich definierten Fassaden stehen im Kontrast zu der (Garten-)Landschaft des Tiergartens.

Die Wahl der Materialien und des Designs der einzelnen Häuser stehen in engem Bezug zu nationalen Besonderheiten - Lärchenholz als Verkleidung der finnischen Botschaft, Vulkanstein an der Fassade der isländischen Botschaft, eine Granitmonolith aus Norwegen als Zentrum des Torget (Plaza), Kalkstein aus Schweden usw.

Das Gemeinschaftshaus der Nordischen Botschaften, auch Felleshus genannt, stellt einen weiteren wichtigen Aspekt der Gesamtarchitektur dar. Die nordischen Länder sind bekannt für ihre Offenheit und somit ist das Felleshus mit seinem Auditorium, seinem Konferenzraum, seinem Ausstellungsbereich und der Kantine nicht nur ein Ort für Kultur und Kommunikation, sondern auch für jeden Besucher täglich zugänglich.

Besuch der Nordischen Botschaften

Wenn Sie in Berlin sind, haben Sie die Möglichkeit, dem Gemeinschaftshaus der Nordischen Botschaften (Felleshus) in der Rauchstraße 1 einen persönlichen Besuch abzustatten. Dieses Haus ist für Besucher werktäglich von 10 bis 19 Uhr und am Wochenende von 11 bis 16 Uhr ohne Voranmeldung zugänglich.
Hier finden Sie Informationsmaterial über die nordischen Länder, können sich in der Ausstellungsetage wechselnde nordische Ausstellungen anschauen und durch die Glasabtrennung einen Blick auf den Innenhof des Botschaftskomplexes und die Architektur der einzelnen Gebäude werfen.
Es kann vorkommen, dass das Felleshus bei besonderen Veranstaltungen wie Ausstellungs- oder Konferenzeröffnungen für die Öffentlichkeit geschlossen bleibt.

Bitte beachten Sie die Ankündigungen auf www.nordischebotschaften.org.

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